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Logo Psychosoziales Zentrum für Migrantinnen und Migranten in Sachsen-Anhalt Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Dienstleistungen

Psychosoziales Zentrum für Migrantinnen und Migranten in Sachsen-Anhalt

Das Projekt wird gefördert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union (AMIF), die UNO-Flüchtlingshilfe und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Die Laufzeit ist der 01.11.2020 bis 30.09.2022.

Gemeinsam entwickeln und praktizieren die PSZ Brandenburg und Sachsen-Anhalt Modelle der die Regelversorgung unterstützenden psychosozialen und psychiatrischen Versorgung von Asylsuchenden und setzen sich für deren Implementierung in ihre gesundheitliche Versorgung ein.

Bisherigen Erfahrungen nach können Asylsuchende im Rahmen der Regelstrukturen nur schwer ihre spezifischen Erfahrungen und Belastungen zur Geltung bringen. Durch das Projekt wird die Inanspruchnahme der Regelversorgung durch die Zielgruppe vorbereitet und erschlossen. Die multiprofessionellen Teams identifizieren gezielt psychisch belastete und kranke Asylsuchende. Diese werden über Behandlungsmöglichkeiten im Regelsystem informiert und in der Wahrnehmung seiner Leistungen unterstützt. Sie erhalten wo nötig überbrückend, begleitend und nachsorgend psychosoziale, psychologische und psychiatrische Beratung und Betreuung.

Um sich über die spezifischen Bedarfe und Bedingungen geflüchteter PatientInnen zu informieren und Erfahrungen auszutauschen, werden Fachgespräche und Seminare mit und für Akteure aus dem Gesundheitsbereich und der Integrationsarbeit durchgeführt.

Für den Osten Deutschlands gibt es insgesamt bisher keine zusammenhängenden Untersuchungen zum Thema. In einem umfassenden Bericht in Kooperation mit der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychozsozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF e.V.) und den PSZ in allen "neuen" Bundesländern soll daher die Situation der psychosozial-psychiatrischen Versorgung von Asylsuchenden in den ostdeutschen Bundesländern ermittelt und der Entwicklungsbedarf aufgezeigt werden.

Es sind die intensive Arbeitserfahrung mit der Zielgruppe, das tiefgehende Verständnis für die Verursachung psychischer Erkrankungen bei Asylsuchenden, die Multiprofessionalität der Teams und das Vorhandensein von qualifizierter Sprachmittlung, die das Vorhaben auszeichnen und eine hohe Praxisrelevanz erzeugen. Mit jeweils drei Teilzeitstellen (PsychiaterIn, PsychologIn, SozialarbeiterIn bzw. in Sachsen-Anhalt PsychologInnen und SozialarbeiterIn) können die Regeldienste unterstützt, vorbereitet, begleitet und von ihnen nachsorgende Tätigkeit übernommen werden. Die in Brandenburg transkulturell arbeitende psychiatrische Fachkraft kann dazu beitragen, Klinikaufenthalte zu vermeiden.

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